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Tipps und Hinweise Maskenkauf

All­tags-Mas­ken (Mund-Na­se-Be­de­ckun­gen)

Die­se kön­nen die In­fek­ti­ons­ge­fahr ver­rin­gern, bie­ten aber kei­nen voll­stän­di­gen Ei­gen- oder Fremd­schutz. Be­son­de­re Nach­wei­se sind nicht er­for­der­lich, in der Re­gel aber ei­ne Kenn­zeich­nung nach der EU-Tex­til­kenn­zeich­nungs­VO (EU 1007/2011), al­so ins­be­son­de­re die An­ga­be der An­tei­le al­ler im Er­zeug­nis ent­hal­te­nen Fa­sern in ab­stei­gen­der Rei­hen­fol­ge (z.B. 80 % Baum­wol­le, 20 % Po­ly­es­ter). Sie dür­fen nicht mit ei­ner Schutz­wir­kung be­wor­ben wer­den, die hier ja ge­ra­de nicht durch ei­ne Zer­ti­fi­zie­rung be­legt ist.

Me­di­zi­ni­scher Mund-Na­sen-Schutz (OP-Mas­ken)

Die­ser dient vor al­lem dem Fremd­schutz und schützt das Ge­gen­über vor mög­li­cher­wei­se in­fek­tiö­sen Tröpf­chen des Mas­ken­trä­gers. Bei die­sen Mas­ken han­delt es sich um Me­di­zin­pro­duk­te im Sin­ne der Richt­li­nie RL 93/42/EWG. Sie müs­sen die An­for­de­run­gen der DIN EN 14683 er­fül­len. Auf dem Pro­dukt und der Ver­pa­ckung muss ein CE-Kenn­zei­chen ste­hen. Der Ver­käu­fer soll­te über ei­ne Kon­for­mi­täts­er­klä­rung des Her­stel­lers ver­fü­gen. Der Mas­ken-Typ wird nach EU-Stan­dards wie folgt an­ge­ge­ben: Typ I oder Typ II, je­weils mit oder oh­ne R. Die Ty­pen un­ter­schei­den sich im Hin­blick auf die bak­te­ri­el­le Fil­ter­leis­tung; R steht für ei­ne hö­he­re Flüs­sig­keits­re­sis­tenz. Wenn es sich um ste­ri­le Mas­ken han­delt, dann muss zu­sätz­lich ei­ne da­für ak­kre­di­tier­te „be­nann­te Stel­le“ ein­ge­schal­tet wor­den sein; er­kenn­bar ist das an ei­ner vier­stel­li­gen Num­mer hin­ter dem CE-Kenn­zei­chen.

Par­ti­kel­fil­trie­ren­de Halb­mas­ken der Schutz­klas­se 1 bis 3 (FFP-Mas­ken)

Die­se zäh­len zur per­sön­li­chen Schutz­aus­rüs­tung und die­nen vor al­lem dem Ei­gen­schutz und Ar­beits­schutz. Die­se Mas­ken sind be­son­ders dicht. Auf­grund ih­rer Fil­ter­wir­kung kön­nen sie ver­hin­dern, dass Vi­ren auf­ge­nom­men wer­den. Für sie gel­ten die Ver­ord­nung EU 2016 / 425 und die An­for­de­run­gen der DIN EN 149:2009-08. Ne­ben der Mo­dell­be­zeich­nung muss ein CE-Kenn­zei­chen auf dem Pro­dukt, in der Bau­mus­ter­prüf­be­schei­ni­gung und der Kon­for­mi­täts­er­klä­rung an­ge­ge­ben sein, die dem Ver­käu­fer vor­lie­gen soll­ten. Die be­nann­te Stel­le – die hier im­mer ein­ge­schal­tet wer­den muss – ist aus der vier­stel­li­gen Num­mer hin­ter dem CE-Kenn­zei­chen er­sicht­lich. Sie muss spe­zi­ell für die Zer­ti­fi­zie­rung von Atem­schutz be­rech­tigt sein. Das ist bei­spiels­wei­se bei ECM oder ICR Pols­ka nicht der Fall.

Au­ßer­eu­ro­päi­sche Stan­dards

In der ak­tu­el­len Pan­de­mie-Si­tua­ti­on grei­fen ei­ni­ge Ver­ein­fa­chun­gen und Er­leich­te­run­gen für das In­ver­kehr­brin­gen von Me­di­zin­pro­duk­ten und per­sön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung nach au­ßer­eu­ro­päi­schen Stan­dards. Ver­schie­de­ne Pro­duk­te ha­ben ei­ne Son­der­zu­las­sung des BfArM er­hal­ten oder ein ver­kürz­tes Prüf­ver­fah­ren bei be­stimm­ten da­für vor­ge­se­he­nen Stel­len durch­lau­fen. Letz­te­res ist ins­be­son­de­re bei Mas­ken nach chi­ne­si­schem Stan­dard Vor­aus­set­zung für das In­ver­kehr­brin­gen. Grund­sätz­lich müss­ten Mas­ken nach aus­län­di­schem Stan­dard ent­we­der über ei­ne Son­der­zu­las­sung oder ei­ne Be­stä­ti­gung ei­ner Markt­über­wa­chungs­be­hör­de ver­fü­gen. In die­sen Fäl­len gilt es al­ler­dings im­mer zu be­ach­ten, dass Pro­duk­te, die nicht den oben be­schrie­be­nen Stan­dards ent­spre­chen, nicht un­ein­ge­schränkt ver­kehrs­fä­hig sind. Wir bit­ten die An­bie­ter auf un­se­rer Platt­form da­her um An­ga­be der ent­spre­chen­den Be­din­gun­gen.

Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen

  • In­fos zum Un­ter­schied zwi­schen me­di­zi­ni­schem Mund-Na­sen-Schutz und Atem­schutz­mas­ken => Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Me­di­zin­pro­duk­te ( BfArM )
  • Be­nann­te Stel­len und de­ren Zu­stän­dig­kei­ten => NAN­DO-Da­ten­bank der EU

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